SEPA Überblick

 

Das Projekt zur Schaffung eines einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (Single Euro Payments Area – SEPA) ist eine Initiative der europäischen Bankengemeinschaft, welche durch den Europäischen Zahlungsverkehrsrat (European Payments Council – EPC) koordiniert wird. Zielsetzung von SEPA ist es, innerhalb der SEPA-Länder die Unterschiede bei der Abwicklung von grenzüberschreitenden Zahlungen und Inlandszahlungen für Überweisungen und Lastschriften im Massenzahlungsverkehr (ACH – Automated Clearing House) aufzuheben, Effizienzen zu verbessern und dadurch die Kosten für alle beteiligten Parteien zu senken. 

 

 

Die EU und die EZB (Europäische Zentralbank) unterstützen z.B. über verschiedene Gesetzgebungsmaßnahmen (wie die Zahlungsdiensterichtlinie, die EU Verordnung 924/2009 oder die Veordnung zum Enddatum der SEPA-Migration) und Fortschrittsberichte gemeinsam die Entwicklung von SEPA. 

Das SEPA Projekt betrifft im Kern die siebzehn Teilnehmer der Eurozone. Jedoch nehmen auch die anderen Mitglieder der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie die Schweiz und Monaco mit ihren Euro-Zahlungen an SEPA teil.
Generell gilt SEPA als Hauptmotor für eine umfassendere wirtschaftliche Harmonisierung in der Eurozone, die den grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr unterstützt.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde bereits 2008 die SEPA Überweisung eingeführt. Die SEPA Lastschrift folgte im November 2009.

 

 

Das SEPA Projekt wird die EU-Zahlungsverkehrslandschaft maßgeblich verändern und einige Vorteile mit sich bringen. Die Harmonisierung von Instrumenten, Formaten und Regeln für nationale und paneuropäische Zahlungen ermöglicht die Konsolidierung von Zahlungsverkehrskonten in den einzelnen Ländern. Außerdem können durch feste Ausführungszeiten bei Zahlungsausgängen und die Zuverlässigkeit erwarteter Zahlungseingänge (Gutschrift des gesendeten Betrags ohne Abzüge) der Cashflow und die Liquiditätsplanung durch SEPA deutlich verbessert werden.
Gleichzeitig erfordert die SEPA Umsetzung aber auch bestimmte Anpassungen bei den Prozessen und der Infrastruktur. Die Deutsche Bank wird ihre Kunden während des gesamten SEPA Prozesses begleiten und unterstützen, damit die Migration so reibungslos wie möglich erfolgt. Mit der aktiven Teilnahme an zahlreichen SEPA Arbeitsgruppen treiben wir auch den Umstellungsprozess in der Bankenindustrie voran und stellen sicher, dass die Interessen unsere Kunden gehört werden.

 

 

Glossar

 
A ABE  See: EBA 
B BIC  Bank identifier code (-> SWIFT Code) 
E EBA European Banking Association (External Link: http://www.abe.org)  
  EBA Clearing Company Company founded by the EBA, beeing the owner of the European Clearing Mechanisms EURO1, STEP1 and STEP2  
  EPC European Payments Council - www.europeanpaymentscouncil.org 
F  FBE  European Banking Federation - www.fbe.be  
I IBAN  International Bank Account Number  
  ISO20022  The UNIFI (ISO 20022) standard is described in the document "ISO 20022 Financial Services - Universal Financial Industry message scheme" - www.iso20022.org  
P PE-ACH Pan European Automated Clearing House  
  PEDD  Pan European Direct Debit -> SEPA Direct Debit  
S SEPA  Single Euro Payments Area
  STEP2  Current European PE-ACH for Euro-Standard-Transfers (regulated payments) owned by the EBA Clearing Company  
U  UNIFI see: ISO20022  
X XML  Extensible Markup Language, a simple, very flexible text format derived from SGML (ISO 8879). Originally designed to meet the challenges of large-scale electronic publishing, XML is also playing an increasingly important role in the exchange of a wide variety of data on the Web and elsewhere - www.w3.org/XML  

 

Die Entstehungsgeschichte der SEPA

Seit Einführung des Euro im Jahre 1999 und insbesondere der Bargeldumstellung im Januar 2002 steht den meisten EU-Bürgerinnen und Bürgern eine gemeinsame Währung zur Verfügung. Dennoch behielten die Märkte für Massenzahlungen immer noch eine Reihe ausgeprägter landesspezifischer Besonderheiten bei. Die bis heute bestehenden unterschiedlichen Strukturen sind vor allem historisch bedingt, da sich die Zahlungsverkehrssysteme der einzelnen Länder über Jahrzehnte hinweg unabhängig voneinander entwickelt hatten. In Europa gab es bislang uneinheitliche rechtliche Rahmenbedingungen, Zahlungsverkehrsinstrumente, Infrastrukturen und Standards sowie Unterschiede in Effizienz und Produkten.

In dem Bestreben, lokale Barrieren zu beseitigen und den grenzüberschreitenden Handel zu stärken, hat die europäische Bankengemeinschaft 2002 ihre Absicht zum Ausdruck gebracht, einen einheitlichen europäischen Zahlungsraum (Single Euro Payments Area – SEPA) zu schaffen. Mit dem Beginn von SEPA im Jahr 2008 hat eine grundlegende Veränderung der europäischen Zahlungsverkehrslandschaft bereits begonnen, die bis zum Abschluss der kompletten Migration auf die SEPA Instrumente 2014 andauern wird.

 

Andere nationale Bankenverbände:

Féderation Bancaire Francaise (FBF), Frankreich www.fbf.fr

La Confederación Española de Cajas de Ahorros (CECA), Spanien/Sparkassen www.ceca.es

Asociación Española de Banca (AEB), Spanien/Geschäftsbanken www.aebanca.es

Nederlandse Vereniging van Banken (NVB), Niederlande www.nvb.nl

Associazione Bancaria Italiana (ABI), Italien www.abi.it

Féderation belge du secteur financier (Febelfin), Belgien www.febelfin.be

Austrian Payments Council (APC), Österreich www.austrianpaymentscouncil.at

Federation of Finish Financial Services, Finnland www.fkl.fi

Associação Portuguesa de Bancos, Portugal www.apb.pt

Irish Payment Services Organisation Limited (IPSO), Irland www.ipso.ie

Slovenská banková asociácia (SBA), Slowakei www.sbaonline.sk

Združenje bank Slovenije (ZBS), Slowenien www.zbs-giz.si

Hellenic Bank Association (HBA), Griechenland www.hba.gr

Luxemburger Bankenvereinigung (ABB), Luxemburg www.abbl.lu

Association of Cyprus Banks (ACB), Zypern www.acb.com.cy

Malta Bankers‘ Association (MBA), Malta www.maltabankers.org

Payments Council, Großbritannien www.paymentscouncil.org.uk


 

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