Bankengruppen
 

Vielfalt im Schweizer Bankensystem
Der Bankensektor in der Schweiz zeichnet sich neben zahlreichen andern Qualitäten durch seine Vielfalt aus. Das Schweizer Bankensystem basiert auf dem Prinzip der Universalbank. Alle Banken können alle Bankdienstleistungen anbieten. Dennoch haben sich sehr unterschiedliche Bankengruppen entwickelt, die sich zum Teil spezialisiert haben.

Universalbank Schweiz bietet alles an
Das Schweizer Bankensystem ist auf dem Modell der Universalbank aufgebaut. Das heisst: Alle Banken können alle Bankdienstleistungen anbieten, zum Beispiel:
 
  • Kredit- bzw. Aktivgeschäft
  • Vermögensverwaltung und Anlageberatung
  • Zahlungsverkehr
  • Passivgeschäft (Sparkonti etc.)
  • Wertschriftengeschäft (Börsenhandel)
  • Emissionsgeschäft (Ausgabe von Anleihen)
  • Finanzanalyse

Gegensatz: Trennbankensystem in den angelsächsischen Staaten und in Japan (Commercial Banking / Investment Banking). Liberalisierungen in der Gesetzgebung sind namentlich in den USA im Gang. Vorteile der Universalbank: Risikoverteilung auf möglichst verschiedene Bankgeschäfte und Kunden aus allen Wirtschaftszweigen.

Bankengruppen mit Spezialitäten
Die Bankenlandschaft in der Schweiz ist sehr vielseitig. Obwohl das Prinzip der Universalbank gilt, haben sich einige Bankengruppen ganz oder teilweise spezialisiert:

Grossbanken
Die zwei Grossbanken Credit Suisse Group und UBS AG teilen sich über 50% der gesamten Bilanzsumme. Die UBS ist weltweit führend im Wealth-Management, die Nummer eins im Individual- und Firmenkundengeschäft in der Schweiz sowie ein wichtiger globaler Anbieter im Investment Banking und Wertschriftengeschäft. Die Credit Suisse Group ist ein führendes, global tätiges Finanzdienstleistungs- unternehmen mit Hauptsitz in Zürich. Die Credit Suisse bietet weltweit Unternehmen, institutionellen Kunden und vermögenden Privatkunden, sowie Retailkunden in der Schweiz, Beratung, umfassende Lösungen und innovative Produkte an.


Kantonalbanken
Eigner bzw. Mehrheitseigner der 24 Kantonalbanken sind die Kantone. Die Kantonalbanken unterstehen aber dennoch mit Ausnahme weniger Bestimmungen den nationalen, für alle Banken geltenden Regelungen. Als moderne, eigenständige Institute werden sie nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt; die Kantonalbanken übernehmen allerdings bewusst auch eine soziale und eine volkswirtschaftliche Verantwortung. Sie sind geographisch hauptsächlich in ihrem jeweiligen Kanton tätig und können so über spezifische Marktkenntnisse ihre Kundennähe als Vorteil ausspielen. Die Hauptaktivitäten liegen im bilanzwirksamen Geschäft und - gruppenweit gesehen - zu rund 95% im Inland. Für ihre gesamten Verbindlichkeiten haftet - mit zwei Ausnahmen - subsidiär der jeweilige Kanton.

Regionalbanken (RBA und andere) und Sparkassen
Kleinere Universalbanken. Hauptgewicht: Aktiv- und Passivgeschäft. Diese Banken beschränken ihre Tätigkeit freiwillig auf eine Region. Vorteil: Kundennähe, sie kennen lokale Verhältnisse und regionale Wirtschaftskreisläufe.

Raiffeisen Gruppe

Die Raiffeisenbanken, als Bankengruppe mit dem dichtesten Bankstellennetz hierzulande, sind in Raiffeisen Schweiz zusammengeschlossen. Diese hat die strategische Führungsfunktion der gesamten Raiffeisen Gruppe inne und ist für die gruppenweite Risikosteuerung verantwortlich. Des Weiteren koordiniert sie die Aktivitäten der Gruppe, schafft Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der örtlichen Raiffeisenbanken und berät und unterstützt diese in sämtlichen Belangen. Die genossenschaftlich strukturierte Bankengruppe gehört zu den führenden Schweizer Retailbanken. In den letzten Jahren positionierte und etablierte sich Raiffeisen zur drittgrössten Bankengruppe der Schweiz. Heute zählen 3 Millionen Schweizerinnen und Schweizer zu den Raiffeisen-Kunden. Davon sind 1,4 Millionen Genossenschafter und somit Mitbesitzer ihrer Raiffeisenbank. Sie schätzen die entscheidenden Vorzüge von Raiffeisen: Kundennähe, Sympathie, Vertrauenswürdigkeit und die exklusiven Vorteile für Genossenschafter.

Privatbanken
Zählen zu den ältesten Banken in der Schweiz. Form: Einzelfirmen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften. Der Privatbankier haftet subsidiär unbeschränkt mit seinem persönlichen Vermögen. Tätigkeitsfeld: Vermögensverwaltung vorwiegend für Privatkunden; die Privatbanken bieten sich in der Regel nicht öffentlich zur Entgegennahme von Spargeldern an.

Auslandbanken
Ausländisch beherrscht heisst: Ausländer mit qualifizierten Beteiligungen sind mit mehr als der Hälfte der Stimmen an der Gesellschaft beteiligt. Herkunft der Banken: Europa, vorwiegend EU (über 50%), Japan (rund 20%). Tätigkeitsfeld: Auslandgeschäft (Anteil Auslandaktiva an der Bilanzsumme: 70%), Vermögensverwaltung.

Übrige Banken
Bankengruppe umfasst Banken mit verschiedenen Geschäftszielen: auf Börsen-, Effekten- und Vermögensverwaltungsgeschäfte spezialisierte Institute
Handelsbanken: in der Regel Universalbanken, bei denen neben den kommerziellen Krediten an Handel, Industrie und Gewerbe auch Hypothekaranlagen eine bedeutende Rolle spielen.  Konsumkreditinstitute: auf Kleinkredite (an Private und Gewerbe) spezialisierte Institute.

 

 

 

Liste der bewilligten Banken und Effektenhändler in der Schweiz

 

Liste der Zentralbanken

 

Die verschiedenen Bankengruppen

 

Die grössten Banken der Schweiz

 

Bedeutung der Bankbranche und des Finanzplatzes Schweiz

 

 

 

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